Im Weinberg


Die Arbeit im Weinberg beginnt für den Winzer zunächst mit der Auswahl der "richtigen" Rebsorte für den jeweiligen Boden und dessen geologischer Beschaffenheit. Die Rebsorten wurzeln  unterschiedlich tief und nehmen somit die Mineralität des Untergrunds verschieden stark auf. Ebenso eignet sich nicht jede Rebsorte für jede Bodenart. Hanglage, Neigung und Ausrichtung haben ebenso Einfluß auf das Gedeihen der Reben wie Niederschlagshäufigkeit und -menge.

Nicht zuletzt entscheidet auch die Geschmackscharakteristik der einzelnen Rebsorte über die späteren Vermarktungsmöglichkeiten des Weins.

Nach dem Pflanzen der jungen Rebstöcke muss der Winzer zunächst mindestens drei Jahre hegen und pflegen, bevor an eine verwertbare Ernte gedacht werden kann. Aber auch darüber hinaus können jederzeit Klima- und Umwelteinflüsse, Krankheiten und Schädlinge - aber auch zahlreiche andere Gefahren, wie beispielsweise Wildfraß oder Vandalismus die Erträge gefährden.

 

Bereits am Ende des Winters beginnt der Winzer damit die Rebstöcke zurückzuschneiden und in Form an den Draht zu binden, um zu Beginn der Vegetationsphase jedem Rebstock die optimalen Möglichkeiten zu schaffen, ausreichend Licht und Nährstoffe für den Austrieb des Blattwerks aufzunehmen.

Bis zur Blüte der Reben und der Ausbildung der Fruchtstände im Frühsommer fällt viel Arbeit im Weinberg an. Ob Bodenlockerung, Düngung, Pflanzenschutz oder kontrollierter Laubschnitt - vieles ist auch in der heutigen Zeit noch Handarbeit, die viel Erfahrung, Naturverständnis und Feingefühl des Winzers erfordert. 

Deshalb beginnt bereits hier im Weinberg die individuelle "Handschrift" eines jeden Weingärtners, deren Stilistik im Glas des Genießers ihre Vollendung findet.