Was Guten Wein Ausmacht


Das einzige Kriterium, woran man einen guten Wein erkennt ist allein der persönliche Geschmack!

Und doch lohnt es sich, dieses Kriterium aus vielerlei Gründen zu hinterfragen und zu differenzieren. Geschmack beginnt nicht erst und einzig am Gaumen, vielmehr ist Geschmack die Summe der Wahrnehmung von Reizen nahezu aller Sinnesorgane des Menschen. 

Diese Reizwahrnehmungen werden wissenschaftlich unter dem Sammelbegriff der "Sensorik" zusammengefasst und beinhaltet neben dem ersten, visuellen Eindruck des Naturproduktes Wein, wie seiner Farbe, Reinheit und Viskosität danach auch ein Sammelsurium an Aromen, welche wir anschliessend über unseren Geruchssinn aufnehmen. Bevor wir also den ersten Schluck eines Weins auf der Zunge oder am Gaumen haben, entsteht - bei vielen unbewusst - ein erster Eindruck persönlichen Geschmacks. Im Umkehrschluss werden Sie sicher nicht einen Schluck probieren wollen, wenn der dargebotene Wein eine oder gar beide der vorgenannten Beurteilungen nicht in Ihrem persönlichen Sinne "bestanden" hat, beispielsweise weil er trüb im Glase wirkt und/oder einen stechenden, unangenehmen Geruch verströmt. 

Liegt der Wein schliesslich auf der Zunge, so entsteht der hauptsächliche Geschmackseindruck durch eine Kombination der Grundgeschmäcker süss, sauer, salzig und bitter - unterstützt durch die Aromen, die wir zuvor über unseren Geruchssinn aufgenommen haben. Das menschliche Gehirn "addiert" die Summe dieser Sinneseindrücke von Auge, Nase, den Geschmacksknospen der Zunge und dem Gaumen zu einem persönlichen Geschmacksbild, das abschliessend nun vom Tastsinn der Zunge - dem "Mundgefühl" komplettiert wird, zu einer einheitlichen Wertung - die als "gut" oder "nicht gut" von uns wahrgenommen wird.

 

Sie sehen, die sensorische Beurteilung von Wein oder jedem anderen Lebensmittel auch ist eigentlich wesentlich komplexer als dies auf den ersten Eindruck vermuten lässt. Lernen Sie bei unseren Veranstaltungen Ihre sensorischen Fähigkeiten zu trainieren und Sie werden rasch bemerken, wie faszinierend und universell diese Fähigkeiten einsetzbar sind.