WEIN- & Kräuterwanderung

Sonntag, 06.05.2018 Brackenheim-Hausen - Gewann Steinhälde


Kräuterexpertin Renate Berger
Kräuterexpertin Renate Berger

Überraschungen in der Hausener Steinhälde

"Altes und Neues vom Wengertschütz"

 

Die erste Weinwanderung im Jahr 2018 fand außergewöhnlich früh, nämlich schon am 6. Mai statt. Das hatte gute Gründe, denn die Kräuter-Überraschungen die sich in der Hausener Gemarkung Steinhälde boten, waren jahreszeitlich an das Frühjahr gebunden.

Durch die jahrhundertealte Anlage mit ihren Steinmauern, dem Steinbruch und vielem „Unkraut“ am Wegesrand spazierte die Gruppe mit Begleitung von Kräuterexpertin Renate Berger und Weinschwester und Weinerlebnisführerin Regine Sommerfeld. Der erfrischende „Fremdgänger“ aus dem Weingut Wolf war der perfekte Auftakt mit dem dazu gereichten Pestozopf der mit heimischen Kräutern gefüllte war. Unterwegs gab es immer wieder Kostproben von heimischen Wildkräutern und Erklärungen der Kräuterfrau wie Löwenzahn, Giersch, Brennnessel und Gundermann die heimische Speisekarte bereichern können.

Der fruchtige Sauvignon Cita aus dem Weingut Blatt überraschte manchen Weinkenner, genauso wie der Trollinger Weißherbst aus terrassierten Steillagen. 

Die alte Wengertschützenhütte im Gewann, wahrscheinlich um 1745 errichtet war ein idealer Platz zur Verkostung von einem Hausener Samtrot und einem Gaius Lemberger. Bei der Hütte erwartete der ehemalige Wengertschütz Gerhard Schmoll die Gruppe und gab Anekdoten aus seiner Zeit als Hüter der Weinberge preis. Er war als junger Mann mehrere Jahre regelmäßig als Bewacher der Weinberge unterwegs. Die verschiedenen Starenabwehrgeräte die noch in seinem Besitz sind beeindruckte alle und auf die Frage ob damals denn auch Damenbesuch erlaubt war, lachte er nur verschmitzt und meinte, man müsse nicht alles verraten. 

Mit einem Cuvée aus verschiedenen Cabernet-Sorten aus dem Hause Wolf im Glas wurde der Rückweg angetreten. 

Alle Teilnehmer waren begeistert von der sehr schön sanierten Hütte, der Ursprünglichkeit im Gewann Steinhälde und dem neuen Wissen über die „Un“Kräuter am Wegesrand.

Text und Bilder: Weinschwester Regine Sommerfeld